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Etwa ein Drittel seines Lebens verschläft der Mensch, aber: Schlafen
ist keine verlorene Zeit. Während wir schlafen, sammelt der Körper
neue Energie. Erholsamer Schlaf ist daher Voraussetzung für alle
körperlichen, geistigen und seelischen Leistungen und für die
Gesundheit.
Somit kommt der Frage, wie man wohl am besten und am gesündesten
schläft, große Bedeutung zu. Wir möchten an dieser Stelle einige
Tips geben und Fragen beantworten, die uns häufig gestellt werden.
Unsere Ratschläge basieren u.a. auf den Ergebnissen der billerbeck-Stiftung
»SCHLAF UND GESUNDHEIT«, die sich permanent mit der Gewinnung
neuester Erkenntnisse zu diesem Thema beschäftigt.
Fragen und Antworten:
Ist der Schlaf vor Mitternacht wirklich der beste?
Ist Nacktschlafen gesünder?
Sollte man besser bei offenem oder geschlossenem Fenster schlafen?
In welcher Himmelsrichtung sollte das Bett stehen?
Wie oft sollte man Bettbezüge wechseln?
Was macht man bei chronisch kalten Füßen?
Was ist bei Kinderbetten zu beachten?
Wieviel Stunden sollte man eigentlich schlafen?
Ist der Schlaf vor Mitternacht wirklich der beste?
Unser heutiger Arbeitsrhythmus hat eine Änderung der natürlichen
Schlafzeit mit sich gebracht. Es reicht, wenn jemand, der um 7
Uhr aufsteht, um Mitternacht zu Bett geht.
Entscheidend ist - neben dem individuell verschiedenen Schlafquantum
- die Qualität des Schlafes, die natürlich während der Tagesstunden
durch Licht, Lärm usw. beeinträchtigt werden kann. Geregelte Bettzeiten
sind wichtig, weil sich der Körper darauf einstellt (Beispiele:
Einschlafschwierigkeiten bei Schichtwechsel oder bei Reisen mit
Zeitverschiebung). Der texanische Schlafforscher Professor Biggers
von der Technischen Universität in Lubbock meint übrigens, daß
Frühaufsteher schneller in Schwung kommen und bessere Leistungen
vollbringen, weil sie einen stabileren Blutdruck haben als Langschläfer
und ihr Körper rascher die ideale »Betriebstemperatur« von 37°C
erreicht.
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Ist Nacktschlafen gesünder?
Nein, keineswegs. Viele Menschen schlafen nackt, weil sie es so
gewohnt sind oder weil ihnen das Bett zu warm ist oder weil ihnen
Schlafbekleidung unangenehm ist oder weil sie es ganz einfach
sexy finden. Wenn man jedoch bedenkt, daß der Mensch mit der Transpirationsfeuchtigkeit
auch Giftstoffe ausscheidet und sich die Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit
der Bettwäsche nach 1-2 Tagen erschöpft, ist das Nacktschlafen
aus hygienischen Gründen nicht zu empfehlen. Denn die Giftstoffe
gehen dann direkt ins Bett und bieten einen Nährboden für Bakterien
aller Art. Man sollte deshalb die Bettwäsche wöchentlich wechseln.
Den Nacktschläfern sei noch gesagt: Wenn bei niedriger Raumtemperatur
Beine, Schultern usw. nicht richtig zugedeckt sind, spannen sich
die Muskeln, was am nächsten Tag zur Verkrampfung wie beim Muskelkater
führen kann. Leichte Nachtwäsche, die man kaum auf der Haut spürt,
ist deshalb zu empfehlen!
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Sollte man besser bei offenem oder geschlossenem Fenster schlafen?
Ein Schlafzimmer muß gut gelüftet sein, denn 1. braucht der Organismus
des Schlafenden viel Sauerstoff, weil die Atmung verlangsamt ist,
und 2. hält sich der Mensch länger im Schlafzimmer auf als z.B.
am Arbeitsplatz, den er wenigstens während der Pausen verlassen
kann, um frische Luft zu schnappen.
Falls das Fenster wegen des Straßenlärms nicht geöffnet werden
kann, sollte man Fenster und Türen im Nebenraum öffnen. Dies ist
auch dann zu empfehlen, wenn ein Ehepartner keine frische Zugluft
verträgt. Bei einem ca. 20 qm großen Raum reicht der Sauerstoffgehalt
auch bei geschlossenem Fenster aus, wenn der Schlafbereich tagsüber
und vor dem Schlafengehen gut gelüftet wird.
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In welcher Himmelsrichtung sollte das Bett stehen?
Sicherlich kann der Erdmagnetismus besonders empfindliche Menschen
beeinflussen. Genauso wie bei Vollmond »mondsüchtige« Menschen
sehr unruhig schlafen oder gar aufstehen und nachtwandeln. Dies
bekräftigt allerdings das Argument, das Bett in Richtung Osten
zu stellen, damit morgens die Anziehungskraft der aufgehenden
Sonne den Menschen weckt und ihn munter macht.
Neueste Untersuchungen von Prof. Dr. Gerhard Ruhenstroh-Bauer
vom Max- Planck-Institut für Biochemie in Martinsried haben jedoch
folgendes gezeigt: Die REM-Latenzzeit, d. h. die Spanne zwischen
dem Einschlafen und dem Auftreten des ersten REM-Gipfels, ist
bei Nord-Süd-Schläfern mehr als 7% länger als bei Ost-West-Schläfern.
Dies bedeutet, daß man, wenn möglich, das Bett in Nord-Süd-Richtung
stellen sollte.
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Wie oft sollte man Bettbezüge wechseln?
Das Wechseln der Bettwäsche erfolgt bei den sonst so »sauberen«
Deutschen viel zu selten, nämlich durchschnittlich alle 4-6 Wochen.
Doch schon nach 1-2 Nächten erschöpft sich die Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit
der Bettwäsche.
Unsere Haut mit 7 Millionen Poren arbeitet wie die Lunge: Sie
atmet und entgiftet. Die Schweißdrüsen arbeiten z. B. im Einschlafstadium
verstärkt.
Während wir schlafen, gibt der Körper ca. 0,5-1 Liter Feuchtigkeit
ab- davon wird nur rund 1/3 ausgeatmet, 2/3 scheidet die Haut
aus... in die Schlafbekleidung, in die Bettwäsche, ins Bett, in
die Matratze bzw. ins Unterbett. Der Schweiß besteht zu 98% aus
Wasser, jedoch zu 2% aus Kochsalz, Harnstoff, Talg und Säuren
(wie Milchsäure = leicht säuerlicher Geruch). Deshalb ist die
Luft- und Feuchtedurchlässigkeit der Bezugsstoffe so wichtig,
insbesondere der Bettwäsche, damit die Hautatmung und das Ausscheiden
der körperlichen Schlackenstoffe ungehindert erfolgen kann.
Bei durchgeschwitzter, lange nicht gewaschener Schlafbekleidung
und Bettwäsche, aber auch bei luftundurchlässigem Bettzeug können
die bereits ausgeschiedenen Schlackenstoffe von der Haut wieder
aufgenommen werden (Retoxination - Rückvergiftung). - Sie bieten
aber auch einen hervorragenden Nährboden für Bakterien aller Art
sowie für diverse Hautpilze. Als Bettwäsche ist die aus Baumwolle
bzw. Baumwolle mit Leinen zu empfehlen.
Und deshalb ist es auch so wichtig, die Bettwäsche wenigstens
wöchentlich zu wechseln.
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Was macht man bei chronisch kalten Füßen?
Die Temperatur an den Füßen ist generell niedriger als die Temperatur
der oberen Bereiche, die besser durchblutet werden: Stirnhaut
= 35°C, Füße = 31,6°C (durchschnittliche Werte). Die Temperatur
an den Füßen muß unbedingt gehalten werden, da hier die Haut besonders
intensiv auf Kälte reagiert (starke Weck-Effekte!) Wenn die Temperatur
nur um ein halbes Grad sinkt, wird der Schläfer gestört. Menschen
mit niedrigem Blutdruck klagen oft über »Eisbeine« und können
schlecht einschlafen. Kneippsche Wechselfußbäder helfen, die Blutzirkulation
anzuregen, denn mit warmen Füßen schläft man entspannter ein.
Damit man nachts auch gut durchschläft, müssen die Füße warm gehalten
werden. Hier helfen ausreichend lange Steppbetten in Komfortgrößen
155 x 220 cm und Betten mit »körpergerechter« Steppung.
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Was ist bei Kinderbetten zu beachten?
Zeitgemäße Kinderbetten und -kissen sind in Größe und Füllmenge
genau auf die Maße der Kinder abgestimmt, sind weich und leicht.
Pflegeleichtigkeit (für manuelle oder maschinelle Wäsche geeignet)
ist heute gefragt. Deshalb bietet billerbeck ein umfangreiches
Sortiment an.
Die kindgerechte Zudecke
Die Decke liegt bei ausgestrecktem Körper an beiden Seiten gut
auf und reicht vom Kinn bis 20 cm über die Füße.
Babybettchen (80 x 80) für Kinder bis 75 cm
Kinderzudecken (100 x 135) bis max. zum 6. Lebensjahr
Normale Deckenmaße (135 x 200) ab 6. Lebensjahr
Das passende Kopfkissen
Der Säugling braucht noch kein Kissen. Denn das Köpfchen ist im
Verhältnis zum Körper noch sehr groß. Beim Kleinkind hat sich
der Körper schon etwas »gestreckt«. Jetzt braucht der Kopf eine
Stütze, z.B. durch ein spezielles Flachkissen.
Das passende Unterbett
Der Inbegriff für behagliche »Rundum-Wärme« ist das natürliche
Schurwoll- Unterbett. Wissenschaftler der Universität Cambridge
fanden heraus, daß Säuglinge auf einer Wollunterlage besser gedeihen.
Nach dieser Erkenntnis hat billerbeck das Unterbett »Bärbel« entwickelt.
Kochbar und pflegeleicht: das Unterbett »Daniel«.
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Wieviel Stunden sollte man eigentlich schlafen?
Der Schlafbedarf ist bei jedem verschieden. Er hängt ab von der
Veranlagung (Kurz- oder Langschläfer), vom Alter, von der Gesundheit,
von der Arbeit usw. Schlaf ist keine »verlorene« Zeit. Er ist
eine aktive Phase unseres Lebens. Je ausreichender ein Mensch
schläft, desto mehr Gelegenheit hat sein Organismus, sich zu erholen.
Da die Organe auf »Sparflamme laufen« (Herzfrequenz, Blutdruck,
Atmung - alles ist gedrosselt), kann der Organismus sich in Ruhe
entgiften, entschlacken und neue Energie sammeln. Erholsamer Schlaf
ist die Voraussetzung für alle körperlichen, geistigen und seelischen
Leistungen und für die Gesundheit. Wer gut schläft, hat mehr vom
Leben.
Durch zu viel Schlaf verliert man nicht - wie viele glauben -
die Frische seines Temperaments und wird kein »schläfriger Typ?«.
Jedoch kann ein permanentes Übermaß an Schlaf zum »Leichtschlaf«
führen, weil der Körper mehr Schlaf bekommt als er benötigt. Schlafdefizite
werden dem Körper signalisiert (z. B. der Sekundenschlaf beim
Autofahren). Der Körper holt sich auf jeden Fall automatisch die
Ruhe, die er braucht, um seinen Aufgaben nachkommen zu können.
Nach neuesten Erkenntnissen ist ein zwar kürzerer, jedoch qualitativ
einwandfreier Schlaf wertvoller als ein langer, aber nicht naturgerechter.
Das durchschnittliche Schlafbedürfnis nimmt im allgemeinen mit
steigendem Alter ab:
Neugeborene = ca. 16-18 Std.
Kleinkinder = ca. 12 Std.,
Schulkinder = ca. 10 Std.,
ab 20. Lebensjahr = 7-9 Std.,
ab 50 = ca. 6 Std.).
Napoleon soll übrigens mit nur 4 Std. Schlaf durchschnittlich
ausgekommen sein, was vom wissenschaftlichen Standpunkt aus als
absolutes Minimum zu bezeichnen ist.
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