Archiv der Kategorie ‘Unternehmen’

Veronica Marinaro: «Ich war von Beginn weg gerne bei billerbeck.»

UN59_VeronicaMarinaro_062022
 
Guido Stutz
8. Juni 2022
von Guido Stutz
kommentieren

Veronica Marinaro (63) feiert dieses Jahr ein doppeltes Jubiläum: Sie ist seit 45 Jahren verheiratet, stolze Mutter von zwei erwachsenen Töchtern, zudem zweifache Grossmutter. Und sie arbeitet seit 45 Jahren bei billerbeck. In der Näherei kümmert sie sich um Duvets, Kissen oder Seidendecken, fertigt in aufwendiger Handarbeit oft exklusive Einzelstücke aus dem billerbeck- und Dauny-Sortiment an.

Alles im Betrieb gelernt

Als Veronica Marinaro 13 Jahre alt war, zog die Familie aus dem italienischen Kalabrien in die Schweiz. In Fischbach-Göslikon AG wurden sie sesshaft. Kurz davor hatte dort der neue Produktionsstandort von billerbeck (noch unter dem früheren Firmennamen Müller-Imhoof) seinen Betrieb aufgenommen. Weil sie damals noch kein Deutsch sprach, konnte Veronica Marinaro keine Lehre beginnen, musste ein Jahr die Schule besuchen. Im Alter von 15 Jahren begann sie bei billerbeck. «Ich konnte bereits eine elektrische Nähmaschine bedienen, das war ein Vorteil», erzählt sie im Rückblick. «Den Rest habe ich im Betrieb gelernt – nach einem Jahr hatte ich es bereits im Griff.»

Pensionierung rückt näher

Bis auf neun Jahre im hauseigenen Qualitätslabor blieb Veronica Marinaro der Näherei treu. «Natürlich hat sich in dieser langen Zeit vieles verändert. Aber die Aufgabe macht mir immer noch viel Freude», sagt sie. Bei billerbeck beschäftigt zu sein, sei wie in einer grossen Familie, das gefällt ihr sehr. Inzwischen arbeitet sie nur noch morgens. Am Nachmittag hütet sie ihre achtjährigen Enkelin. Im Januar 2023 wird Veronica Marinaro pensioniert. Sie freut sich auf den Ruhestand, auch wenn sich der Abschied aus dem Berufsleben nach der langen Zeit «schon etwas seltsam anfühlt». Die Geschäftsleitung und das ganze billerbeck-Team sagen Danke und gratulieren Veronica Marinaro herzlich zum 45-jährigen Firmenjubiläum.

Mauri Gerin: «Ich habe zwei Heimaten.»

UN58_MauriGerin_042022
 
Guido Stutz
18. Mai 2022
von Guido Stutz
kommentieren

Als Maurizio «Mauri» Gerin (58) Anfang zwanzig war, packte ihn das Reisefieber. Fast vier Jahre lang reiste der italienische Einwanderersohn immer wieder für drei bis vier Monate als Interrailer oder Tramper durch Europa. Einmal fuhren sie mit der Vespa von Holland nach Sizilien. Zwischendurch arbeitete der gelernte Metzger, der mit sieben Jahren aus dem norditalienischen Friaul in die Schweiz gekommen war, als Temporär-Angestellter – um die Reisekasse aufzufüllen. «Diese Zeit hat mich sehr geprägt», erzählt Gerin, «und mir viel übers Leben beigebracht.»

Auf den Vater gehört

Mit 24 Jahren führte in einer dieser Temporärjobs zur billerbeck-Vorgängerfirma Müller-Imhoof, in die Mischerei, wo die verschiedenen Füllgüter für Duvets und Kissen bereitgestellt werden. Der damalige Betriebsleiter fragte ihn, ob er sich nicht fest anstellen lassen wolle. Mauri Gerin zögerte. Bis ihn sein Vater, der 1956 als Zimmermann als erstes Familienmitglied in die Schweiz eingewandert war, zur Rede stellte: «Genug gereist, Mauri, pack diese Chance». Und das tat der Sohn dann auch. Inzwischen sind 35 Jahre vergangen, in denen Mauri Gerin bei billerbeck in der Mischerei arbeitet. «Ich trage meine Haare immer noch lang, liebe Musik und bin irgendwie ein Blumenkind geblieben», sagt er mit einem tiefen Lachen.

Sesshaft(er) geworden

Bei billerbeck hat er seine berufliche Familie gefunden, hier hat er sich immer wohl gefühlt. Mit 41 Jahren heiratete er, das Paar bekam einen Sohn, der heute 18 Jahre alt ist und sich zum Fachmann Gesundheit ausbilden lässt. Seine emotionale Heimat, sagt er, sei das Friaul geblieben, wo er jedes Mal mehrmals hinfährt. «Die Schweiz ist meine zweite Heimat». Hier wird er wohl bleiben im Alter. Und wenn ihn die Sehnsucht packt, dann fährt Mauri Gerin kurzerhand in sechs bis sieben Stunden nach Norditalien – unterwegs sein, fast wie früher in jungen Jahren. Die Geschäftsleitung und das ganze billerbeck-Team sagen Danke und gratulieren Mauri Gerin herzlich zum 35-jährigen Firmenjubiläum.

Weshalb für billerbeck Nachhaltigkeit wichtig ist

UN55a(UN57)_Nachhaltigkeit1_042022
 
Armin Vollmer
27. April 2022
von Armin Vollmer
kommentieren

Bei billerbeck Schweiz AG leben wir Nachhaltigkeit. Für uns ist Umweltschutz nicht nur ein Schlagwort, sondern ein fest verankerter Bestandteil der Unternehmenspolitik. Unsere Mitarbeitenden sind in das Umweltmanagementsystem von billerbeck eng eingebunden und dazu verpflichtet, unnötige Umweltbelastungen zu beseitigen.

Eigenes Umweltschutz- und Qualitätsmanagement

Aktuelle Meilensteine auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Produktion sind zwei für billerbeck entscheidende ISO-Zertifizierungen: ISO 14001 legt weltweit anerkannte Anforderungen an ein Umweltmanagement-System fest. ISO 9001 ist die national und international am weitesten verbreitete Norm im Qualitätsmanagement. Der gesamte Zertifizierungsprozess sowie dessen Kontrolle und die Einhaltung der Vorgaben im Betrieb unterliegt der Beauftragten für das Umweltschutz- und Qualitätsmanagement.

Unternehmerische Sorgfaltspflicht

Weshalb sind uns Nachhaltigkeit und die ISO-Zertifizierungen so wichtig? Weil wir uns bewusst sind, dass unsere Tätigkeiten die Umwelt beeinträchtigen. Dem wollen wir aktiv entgegenwirken. Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen und Umwelt erfordert, dass wir bedeutende Umweltaspekte ermitteln und bewerten sowie festgelegte Umweltziele erfüllen und anhand messbarer Merkmale überprüfen können. Für billerbeck ist dies eine notwendige unternehmerische Sorgfaltspflicht.

So setzt billerbeck Nachhaltigkeit konkret um

UN56_Nachhaltigkeit_032022
 
Guido Stutz
6. April 2022
von Guido Stutz
kommentieren

Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen und Umwelt ist in der Nachhaltigkeitsstrategie von billerbeck festgelegt. Wir haben uns in der Unternehmensgruppe zum Ziel gesetzt, die aus der Geschäftsaktivität resultierenden Umweltbelastungen möglichst gering zu halten oder ganz zu vermeiden – bis hin zu einer CO2-neutralen Produktion.

Weniger Strom verbrauchen

Einige Beispiele, wie die billerbeck Schweiz AG Nachhaltigkeit umsetzt: Seit Ende 2020 decken wir rund ein Drittel des Stromverbrauchs mit einer eigenen Solaranlage auf dem Dach ab. Bereits seit Längerem in Betrieb ist die Wärmerückgewinnungsanlage. Die Produktverpackungen der billerbeck-Marke Swiss Dream bestehen zu 80 Prozent aus Recyclingmaterial. Dieses Jahr werden rund 370 Einzel- und Doppelrohr-Leuchten durch neue, modernste LED-Leuchtkörper ersetzt. Damit wird etwa 35 % weniger Strom verbraucht (bei einer durchschnittlichen Leuchtdauer von neun Stunden am Tag).

Kontinuierliche Verbesserungen

Bei der Materialbeschaffung werden stets die Auswirkungen auf die Umwelt hinsichtlich Herkunft, Verwendung und Entsorgung berücksichtigt. Generell ist die kontinuierliche Verbesserung der umweltbezogenen Leistungen für billerbeck Voraussetzung und ein wichtiger Beitrag zur Schonung der Umwelt.

Maria Pia del Grosso: «Einmal billerbeck, immer billerbeck.»

UN55_Maria Pia del Grosso_03022
 
Guido Stutz
16. März 2022
von Guido Stutz
kommentieren

Menschen aus dem Nachbarland Italien zählen zu der ersten und langen Zeit grössten Einwanderungsgruppe. Ihr Einfluss auf die Alltagskultur in der Schweiz ist seit Jahrzehnten in vielen Lebensbereichen sichtbar, beispielsweise in der Gastronomie. Viele von ihnen haben die Schweizer Staatsbürgerschaft angenommen und leben bereits seit mehreren Generationen hier.

Mit 15 Jahren ins Berufsleben eingestiegen

Auch die Eltern von Maria Pia del Grosso (61) zogen in den 1960er-Jahren von Italien in die Schweiz, auf der Suche nach Arbeit. Maria Pia del Grosso blieb vorerst bei ihren Grosseltern, reiste erst mit 13 Jahren zu ihren Eltern nach. Zwei Jahre später begann sie in der damaligen Bally-Schuhfabrik in Dottikon AG zu arbeiten. Als diese 1987 geschlossen wurde, stiess Maria Pia del Grosso zu billerbeck. Seit nunmehr 35 Jahren ist sie beim Schweizer Marktführer für qualitativ hochwertige Bettwaren angestellt. Sie begann in der Näherei und wechselte nach fünf Jahren in die Abfüllerei, produziert dort Kissen und Kassettenduvets. Wie so viele ihrer Kolleginnen in der Produktion ist sie nach ihrem Einstieg geblieben: «Einmal billerbeck, immer billerbeck», sagt sie mit einem herzhaften Lachen.

Bald mehr Zeit für die Familie

In wenigen Jahren wird Maria Pia del Grosso pensioniert. Bis dahin möchte sie weiterarbeiten. Aber sie freut sich jetzt schon darauf, bald einmal mehr Zeit für ihre Familie und ihren Garten zu haben. Die Geschäftsleitung und das ganze billerbeck-Team sagen Danke und gratulieren Maria Pia del Grosso herzlich zum 35-jährigen Firmenjubiläum.