Posts markiert mit ‘Phänomen Schlaf’

Warum wir unruhig schlafen

10. Januar 2013
von Albert Roth
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Dass wir uns nachts bewegen, ist ein eingebauter Schutzmechanismus. Wir verhindern so Druckstellen, denn schon die Auflage eines Beins oder Arms reichen, um Druckstellen entstehen zu lassen. Und wir bewegen uns nachts, damit wir gut durchblutet sind. Aber wir bewegen uns nicht die ganze Nacht hindurch, sondern in der Einschlaf- und Tiefschlafphase. In der Traumphase sind wir so ziemlich bewegungslos. Mehr Infos: http://www.einslive.de/medien/html/1live/2009/11/01/kopfball-schlaf-bewegung.xml

Schlafen unsere Sinne?

10. Oktober 2012
von Roland Probst
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Haben Sie sich das auch schon gefragt? Ich habe eine Antwort gefunden, die logisch klingt:

Wenn wir schlafen, heisst das noch lange nicht, dass unsere Sinne abgeschaltet sind. Zwar regelt das Gehirn die Verarbeitung aller Sinnesreize im Schlaf herunter, doch die Sinne schlafen nicht. Warum ist das so?

Die Antwort ist einfach: Wir können weder die Nase, noch die Ohren schliessen – nur die Augen. Auch der Tastsinn lässt sich nicht ausschalten. Mehr dazu unter http://www.einslive.de/medien/html/1live/2012/04/17/quarks-wasnichtschlaeft.xml.

Wer schlecht schläft, isst mehr

9. September 2012
von Mägi Hess
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Ohne Schlaf wächst die Lust auf tierisches Fett und auf Süsses. Nach einer schlaflosen Nacht verbrennen Versuchspersonen weniger Energie. Auch hat schlechter Schlaf keine guten Einflüsse auf unser Essverhalten. Ohne Tiefschlaf bauen wir den Zucker nur noch sehr langsam ab. Von daher kommt die Behauptung, dass Schlaflosigkeit dick macht. Mehr dazu: http://www.einslive.de/medien/html/1live/2012/04/17/quarks-hungernachts.xml.

Wenn Bildschirme den Schlaf stören

27. August 2012
von Nadine Studer
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Gemäss Untersuchungen der Universität Basel unterdrücken LED-Bildschirme die Produktion des Hormons Melatonin, welches abends und nachts ausgeschüttet wird und uns schläfrig macht. Die Probanden fühlten sich wacher und waren es auch tatsächlich, wie ihre EKG- und EOG-Ableitungen bewiesen (EOG: elektrische Aufzeichnung der Augenbewegungen). Daueraufmerksamkeit, Lernfähigkeit und Reaktionsschnelligkeit verbesserten sich ebenfalls.

Klingt an sich gut, schliesslich verlangt doch die Arbeitswelt von uns, dass wir immer leistungsfähiger werden. Die wach machende Wirkung der LED-Bildschirme hat aber auch Nachteile – nämlich bei Menschen, die abends gern lange am PC oder an der Spielkonsole sitzen.

Die Autoren der Untersuchung sehen in der wach machenden Wirkung der LED-Hintergrundbeleuchtung eine mögliche Erklärung dafür, warum immer mehr Kinder und Jugendliche unter Schlafstörungen, insbesondere Verschiebungen des Schlaf-Wach-Rhythmus leiden.

Die Uhr des technologischen Fortschritts lässt sich nicht zurückdrehen. Die Autoren schlagen deshalb vor, aus der Not eine Tugend zu machen. Das heisst, Bildschirme zu entwickeln, die sich in ihrer Strahlungsfrequenz flexibel dem Tagesverlauf anpassen. Oder – noch besser – den Bedürfnissen und dem individuellen Schlaf-Wach-Rhythmus des Benutzers entsprechend einstellbar sind.

„Die grösste Kraft auf der Welt ist das Pianissimo.“

31. Juli 2012
von Sandro Corpina
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Das ist die Meinung von Maurice Ravel. Viele Menschen mögen dieses Pianissimo allerdings nicht. Einige von ihnen verachten auch den Schlaf – vielleicht weil sie Angst vor ihm haben? Das ist nicht ganz unbegründet, ist doch der Zustand des Schlafs, in den wir Nacht für Nacht fallen, äusserlich dem Tod sehr ähnlich. Deshalb wurde der Schlaf lange Zeit auch als Zustand zwischen Leben und Tod bezeichnet. Ein Mensch der schläft, war in den Augen der Mediziner einfach nicht wach – mehr schien der Schlaf nicht herzugeben.

Robert Schneider, der Autor des Romans „Schlafes Bruder“ lässt seinen Hauptdarsteller sagen: „Im Schlaf liebt man nicht. Man befindet sich in einem Zustand des Totseins, weshalb Tod und Schlaf nicht aus dem Ungefähren Brüder genannt werden. Die Zeit des Schlafes ist also Verschwendung und folglich Sünde.“

Wie ganz anders klingt da die tibetische Weisheit: „Ein Baum, der fällt, macht mehr Lärm als ein Wald, der wächst.“ Historiker schreiben meist die Geschichte der fallenden Bäume. Hingegen weiss niemand so genau, wie die Wälder um uns gewachsen sind.

Kürzer und öfter: da Vincis Schlafrezept

21. Juli 2012
von Sandro Corpina
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Leonardo da Vinci, das grosse Genie der Renaissance, war der berühmteste Kurz- und Oftschläfer. Nach Berichten von Zeitgenossen schlief er in einem ganz eigenen Rhythmus. Arbeitete er an Fresken, musste er die Farbe 30 Minuten trocknen lassen, keinesfalls länger, ein weiterer Farbauftrag wäre sonst gerissen. Darum schlief da Vinci nur eine Viertelstunde am Stück und das alle drei bis vier Stunden. Über Wochen hinweg funktionierte er so, bis sein Werk vollendet war. Andere, die versucht haben, mit dieser Art des Schlafens zu leben, waren nach kurzer Zeit völlig am Ende.

Übrigens: da Vinci brachte das Paradoxe und Geheimnisvolle des menschlichen Schlafes mit diesem Rätsel auf den Punkt: “Was ist das? Der Mensch wünscht es sich herbei, und wenn er es endlich hat, lernt er es nicht kennen.“

Zum Einschlafen zu sagen

17. Juli 2012
von Mägi Hess
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Ich möchte jemanden einsingen,
bei jemandem sitzen und sein.
Ich möchte dich wiegen und kleinsingen
und begleiten schlafaus und schlafein.
Ich möchte der Einzige sein im Haus,
der wüsste: die Nacht war kalt.
Und ich möchte horchen herein und hinaus
in dich, in die Welt, in den Wald.
Die Uhren rufen sich schlagend an,
und man sieht der Zeit auf den Grund.
Und unten geht noch ein fremder Mann
und stört einen fremden Hund.
Dahinter wird Stille. Ich habe gross
die Augen auf dich gelegt;
und sie halten dich sanft und lassen dich los,
wenn ein Ding sich im Dunkel bewegt.

Rainer Maria Rilke

Schlaf als Erfolgsrezept

26. Juni 2012
von Albert Roth
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„Ich habe eine Idee, die Milliarden grosser Ideen, die jetzt noch ins uns schlummern, wecken kann: schlafen!“ Die Königin der Blogger, Arianna Huffington, schwört auf Schlaf als Schlüssel zu mehr Produktivität und Erfüllung. Deshalb rät sie allen, die Karriere machen wollen: „Karrieremenschen, schliesst die Augen und schlaft!“ Betrachtet man das Leben und den Erfolg von Arianna Huffington muss man ihr recht geben: www. http://www.focus.de/digital/internet/dld-2012/arianna-huffington-raet-karrieremenschen-karrieremenschen-schliesst-die-augen-und-schlaft_aid_705167.html.

Viel Zeit für ein grosses Rätsel

20. Juni 2012
von Sandro Corpina
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Mir gefällt, dass der Schlaf ein Phänomen ist. Und hoffentlich bleibt. Wir wissen nicht, warum wir schlafen und können darum auch nicht klar festlegen, wie viel Schlaf wir brauchen. Beim Essen zum Beispiel ist es klar: Was wir mit unserem Stoffwechsel und unserer Bewegung an Energie verbrauchen, müssen wir mit Essen nachfüllen. Beim Schlaf aber wissen wir eigentlich überhaupt nicht, was wir verbraucht haben und was wir nachfüllen müssen. Kommt hinzu, dass wir uns während des Schlafs nicht bewusst wahrnehmen. Das heisst, wir aufgeklärten, intelligenten, auf Effizienz bedachte Menschen verbringen unser Leben zu einem Drittel mit etwas, das für uns ein Rätsel ist. Aus meiner Sicht eine wunderbare Sache. Weil sie deutlich macht, dass wir Menschen sind und Menschen bleiben. Egal, wie beeindruckend das ist, was wir zu denken und tun vermögen.

Lasst mich schlafen, schlafen

10. Juni 2012
von Roland Probst
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Lasst mich schlafen, schlafen,
Träumen lange Zeit,
Auf dass ich verträume
Halbe Ewigkeit! –

Ewigkeit hat keine Hälfte,
Stets erneuernd sich –
Stets aufs neu beginnend,
Währt sie ewiglich.

Nun, so lasst mich schlafen,
Träumen ew’ge Zeit,
Dass ich schön verträume
Ganze Ewigkeit!

Tja, wie Friederike Kempner kann’s einem ergehen, wenn man sich die eigene Schlafhöhle perfekt eingerichtet hat!